Georg Pruscha - Manifest

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Manifest für eine freie Literatur

Georg PruschaDieser Text kann sich ständig ändern. Was Ihnen unschlüssig oder als Unsinn erscheint, könnte morgen fort sein oder näher ausgeführt, oder näher betrachtet sinnvoll. Unvollständigkeit ist selbstverständlich.

Buchverlage und das Produkt Buch sind literaturhemmend geworden.
Das zweifellos wichtige Lesen in der Gesellschaft wird von ahnungslosen Zauderern oder Bluffern bestimmt. Zusammen mit ihnen gehören die Literaturinstitutionen vom Tisch gefegt. Die tatsächliche Elite ist der hungernde Autor, der selbstherrliche Verleger aber ist ein schuldiger Verhinderer.
Der Zustand: Weil es nichts anderes gibt, wird eben gelesen, was in Büchern geboten wird. Ein Befreiungsschlag von totalitären Regimen und geschlossenen Gesellschaften führt nicht zwingend ans Licht, näher aber zumeist.

Bücher können beruhigt weiterexistieren, solange sie nicht verdrängen. Da Bücher aber verdrängen, müssen sie fort.
Eine handvoll beliebig gewählte, wissende wie wollende Autoren in Freiheit sind in ihrer unvermeidbaren Vielfalt wichtiger für das Denken der Gesellschaft als ein vermeintlicher, durch sorgfältige Werbung erschaffener Gigant im goldenen Käfig.

Können wir alle ruhigen Gewissens ein als gut erklärtes Buch zur Hand nehmen, wenn wir bedenken, daß wir damit bereits die freie Bewegung und Vielfalt dessen ausschließen, was wir schätzen – gute geistige Beeinflussung?