Georg Pruscha - Leben

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Leben

Georg PruschaGeorg Pruscha wird in Santiago de Chile während der Wirren des Militärputsches geboren. Nach Verschwinden des Vaters flüchtet die Familie nach Österreich. Früher Schulabbruch zugunsten seiner Klarinette in einer traditionellen Blasmusikkapelle. Märsche und Frühschoppengäste erweisen sich als übereilte Wahl, es folgen Jahre als Hilfsarbeiter auf Baustellen in Norditalien.

Liebe und die erste, frühe Ehe lösen einen Bildungsschub aus: Abendschule, Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft und eine Drehbuchschule sollen Pruscha die eigene Rechtfertigung bringen zu schreiben.
Anläßlich Studentendemonstrationen Lesungen zum Thema Verwaltungsgewalt vs Kunstauftrag, im Piratenradio der steirischen Studentenzeitschrift Neues Biedermeier.

georgpruscha lokalWährend ruhiger Jahre in Triest und Rom entstehen realisierte Drehbücher von teilweise erbärmlichem Niveau für das österreichische Fernsehen, während ernstzunehmende Geschichten für Kinospielfilme nicht umgesetzt werden.

1998 gründen Georg Pruscha und der Maler Ronald Kodritsch in Wien die Künstlergruppe Poncho Brothers: Sie drehen Kunstfilme, unter anderem ausgestrahlt in der Staatsfunkkultursendung ORF Kunststücke sowie in der Kunsthalle Wien. Sie machen öffentliche Kunstaktionen, wie etwa die Eröffnung des Büro für Heiligsprechungen in Wien, Graz, Linz und Berlin. Sie halten eine Protestaktion ab, anläßlich der Verleihung des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst an Uschi Glas.  

Als die Wehrpflicht ruft, meldet sich Pruscha zur Heeresmusik, bricht aber früh aus und geht für zwei Jahre nach Athen. Er lebt hier in zweiter Ehe und verdingt sich als Auslandskorrespondent. Währenddessen entsteht sein erster Roman Taumel (2004, Carte Scoperte, Milano). Für diese Arbeit erhält Georg Pruscha 2004 ein Stipendium des österreichischen Bundeskanzleramtes, nachdem er wegen eines Wohnungsbrands nach Wien zurückkehrt und für wehruntauglich erklärt wird.

In Wien findet Georg Pruscha noch ein Mal zur Musik zurück, er schreibt auf Initiative des Musikers Joachim Butz die Texte für das gemeinsame Duo Wunderbaum, sie veröffentlichen das Album Kalkül (2005, wunderbaummusik).

In diesem Jahr werden Kurzgeschichten veröffentlicht (Wildtiere, 2005, aV Buch, Wien); erster Auftritt im Pelzmantel, anläßlich der Buchpräsentation vor Tierschützern im Wiener Museumsquartier.

In Folge Rückzug in das reine Schreiben, währenddessen Arbeit als Trainer und Berater für Extremsportler.

2009 erscheint Der Aufstieg, ein Diktat im Proviant-Buch Verlag, Berlin.

Seither zahlreiche Auftritte zu Lesungen in Deutschland und Österreich, schließlich Abwenden von traditionellen Verlagen und Wegen der Veröffentlichung.

2011 erscheint Verschwinde, eine Tirade in Brüchen als Lesung im Gesamten und in rein elektronischer Form.