Georg Pruscha - Literatur und Aktionismus

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Das Schrifthorn ©

Die Verstärkung der Stimme seines Autors

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Fort von den Büchern und weiter

Literatur darf nicht abhängig sein. Das Buch ist ein staubiges Nebenprodukt.

Buchverlage beschränken Literatur

Geschlossene Eliten bestimmen, aber entwickeln sich nicht frei.
Literatur muß frei und in Bewegung sein.

Literatur und Aktionismus

Aktion [b,] - Letteraxt trifft auf Textkartonage
Dokumentation

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Über die Schwäche der Geborgenheit
und die Schönheit der Zerstörung

ein Auftrag von IG Control

Aktionismus ist Belebung und Erweiterung der Literatur.
Georg Pruscha gibt seinem neuen Text über Stillstand und Leben durch Zerstörung eine Bühne. Mit der Schändung einer Schreibmaschine werden gekannte Grenzen aufgebrochen. Neues Textgerät ist das Objekt Letteraxt, vom Autor gebaut. Die überdimensionalen Letter [Bb] und  [?,] werden unaufhörlich - "ohne Anfang, ohne Punkt" - auf Textkartonagen geschlagen, das eigene Manuskript wird verfremdet und damit zu mehr als nur Text. Der Autor erweitert somit durch Zerstörung seine Literatur. Die einzigen vollständigen Rezipienten sind  das Publikum dieses Aktionismus.

Auszug Aktion [b,] - Text zur Filmdokumentation, kurze Version

Bla bla bla ... Aktionsliteratur. Der hermeneutische Kreis
Autor - Text - Rezipient bleibt in seiner Ursächlichkeit geschlossen.

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Das Element der Zerstörung , die neben dem Vortragen eines neuen Textes stattfindet, ist als ein Aufbrechen zu sehen. Objekte, die als unantastbar gelten, werden bearbeitet und einer neuen Ästhetik zugeführt. Der erreichte Zustand hebt das Objekt - etwa eine Schreibmaschine, ein antiquarisches Buch, feines Gewand - von der Vergleichbarkeit in die Einzigartigkeit.


Erklärungen

Man füllt seine Bewußtseinslücken mit Erklärungen und Erwartungen aus. Man steht nicht zur Ahnungslosigkeit, zur Leere, zur Nichtausfüllung, zur Angst.
Angst, wo nichts ist - anstatt erleichtert zu sein, daß endlich nichts ist, nichts zu sein hat. Endlich muß nichts mehr sein - und erst recht füllt man es aus. Mit Liebesbriefen.

[...]

Dabei besteht das Innere aus Schmutz und Fäkalien. Eine Welt aus Schmutz und Fäkalien, aus der etwas Unerklärliches kommt, das man Liebe nennt.

[...]

Wir dürfen keine Sicherheit wollen, wenn wir weitergehen wollen, und wir sollten weitergehen wollen. Wir müssen zerstören, was wir schätzen. Das Ergebnis wäre das Weitergehen.
Wer sich nicht mehr regen will, soll sicher sein, aber schweigen, in Sicherheit.

[...]

Sie dürfen mir nicht glauben, aber Sie wollen mir folgen.

[...]

Sie sollten sich dem verweigern, was ich sage und mir nicht folgen.
Sie sollten sich in mir nicht geborgen fühlen ... das ist ein einfaches Spiel. Wie komme ich dazu.

[...]

Beoachten.
Dazwischenschlagen.
Überdecken.

[...]

Kein Schließen
oder
Die Schönheit der Zerstörung:

Nach einem Ende zu suchen als Wesen, die zum Ende streben ist überflüssig.

Wenn wir gut sind, wenn wir die besten Menschen sind, erliegen wir dem Bestreben, nichts zu verursachen in dem, was wir tun. Wir bleiben liegen. Keine Fragen stellen, keine Punkte setzen.

[...]

Die Autoerotik der Auflösung ohne Punkt

[...]

Es gibt nichts zu tun, neben dem Streben, nichts zu tun.

Danke. Ich habe Applaus nie gewollt.

© Georg Pruscha 2015